Festung Hohensalzburg
Das älteste Wahrzeichen der Stadt Salzburg
Als größte vollständig erhaltene Burg Mitteleuropas ist die Festung Hohensalzburg nicht nur das bekannteste Wahrzeichen Salzburgs, sondern auch Schauplatz zahlreicher Kulturveranstaltungen, wie etwa der Festungskonzerte oder der Sommerakademie. Die Burg liegt oberhalb der Stadt auf dem Festungsberg, der nordwestlich an den Mönchsberg anschließt und im Osten in den Nonnberg übergeht.
Geschichtliches
Um 1077 ließ Erzbischof Gebhart von Salzburg die Festung Hohensalzburg, Hohenwerfen und Friesach errichten. Grund dafür war der Streit des Papstes mit dem König um das Recht der Bischofsernennung. Gebhart, ein papsttreuer Kirchenfürst, wollte vor möglichen Übergriffen gewappnet sein, was ihm auch gelang. Die Festung Hohensalzburg wurde in 900 Jahren nie eingenommen.
Die Festung wurde auch von nachfolgenden Erzbischöfen in Kriegszeiten und während der Salzburger Bauernaufstände als Verteidigungs- und Rückzugsort verwendet. Erzbischof Leonhard von Keutschach (1495-1519) verlieh der Festung ihr heutiges Aussehen. Er baute weiter aus, ließ die Türme erhöhen und weitere Stockwerke einziehen. Finanziert wurde dies größtenteils durch den Bergbau.
Goldene Gotik
So abweisend die Festungsburg von außen wirkt, so einladend präsentiert sie sich im inneren. Gotische Schnitzereien und Malereien schmücken den Goldenen Saal und die Goldene Stube. Überall findet sich das „Rübenwappen“ des Erzbischofs Leonhard von Keutschach wieder.
Eine Orgel im sogenannten Krautturm, die den Namen „Salzburger Stier“ trägt, erinnert an die Bauernaufstände. Um den Erzbischof und sein Gefolge auszuhungern belagerten verzweifelte Bauern die Festung. Als sich die Vorräte der Belagerten tatsächlich dem Ende zuneigten, soll der Legende nach, der letzte vorhandene Stier täglich neue angemalt und den Bauern vorgeführt worden sein. Sie sollten glauben, dass die erzbischöflichen Vorräte schier unendlich seien. Der Plan ging auf. Die Bauern gaben auf.
Eher Flucht als Zuflucht hatte Erzbischof Wolf Dietrich im Sinne, in den fünf Jahren, die er eingesperrt im Kerker der Burg bis zu seinem Tod verbrachte während sein Vetter Markus Sittikus zu seinem Nachfolger ernannt wurde.
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Salzburger Altstadt mit Festung, Dom und Getreidegasse innerhalb von nur zehn Minuten erreichbar.
