Unser Literaturkreis hatte sich in diesem Monat einen Roman mit Bezug auf die Antike ausgesucht. In der Bibliothek vom Amadeo Hotel tauschte sich Frau dann angeregt und emotional darüber aus – wir sind uns sicher, dass die vielen leckeren Prosecco Aperols damit nichts zu tun hatten …
Robert Harris: Imperium
Die Weltmacht am Scheideweg ist Rom. Der Name des jungen Anwalts ist Marcus Tullius Cicero, Außenseiter, Philosoph, brillanter Redner und der erste Politiker modernen Stils.
Imperium ist der erste Teil einer geplanten biographischen Trilogie über den Marcus Tullius Cicero (*106 bis †43 v.Chr.). Die Geschichte wird dabei aus der Perspektive seines Haussklaven und Sekretärs Tiro erzählt. Dieser ist bekannt für die Erfindung der altrömischen Kurzschrift, den so genannten Tironischen Noten.
Macht will ein Imperium
Im Mittelpunkt von Imperium steht der politische Aufstieg Ciceros, der als junger Anwalt in der korrupten und intriganten Republik Roms für Aufsehen sorgt. Er hat nur ein Ziel: Er will ganz nach oben.
Harris Roman teilt sich in drei Handlungspassagen. Zuerst stellt Cicero den brutalen Provinzstadthalter, den er in einem packenden Schauprozess aus der Stadt jagt. Daraufhin arbeitet Cicero an seiner Kandidatur auf das Ädilenamt. Den Höhepunkt des ersten Teils bildet Ciceros Konsulatskandidatur, in der er harte Machtkämpfe führt.
Unser Fazit
Dem Autor gelingt es Ciceros Geschichte in einen spannenden Roman und Anwaltskrimi zu verwandeln. Dabei bleiben die Protagonisten stets authentisch. Für uns ist es ein topaktueller Roman in historischem Gewand, der sich manchmal wie ein John-Grisham-Thriller liest.
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