Hiob von Joseph Roth >> Unser Lesetipp aus dem Amadehotel

15.11.2010

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Hiob
von Joseph Roth

Den Teilnehmern unserer Literaturrunde ist es immer wichtig sich nicht nur mit der zeitgenössischen österreichischen Literatur, sondern auch mit den Klassikern auseinander zu setzen. Joseph Roth (1894 – 1939) präsentiert einer der großen Erzähler Österreichs.

Welch ein Leben: Vom jüdischen Außenseiter aus Ostgalizien, zum Wiener Studenten und Weltkriegssoldaten – vom Starjournalisten zum Reisereporter und Literaten von Weltruhm. Er stirbt tragischer Weise als verlorener Trinker im Pariser Exil.

Inhalt:

Hiob von Joseph Roth erschien im Jahre 1930

Mendel Singer, ein gläubiger Jude und einfacher Lehrer lebt mit seiner Familie in Ostgalizien. Trotz Armut ist er zufrieden und bescheiden. Seine Frau Deborah gebiert ihm als 4. Kind einen behinderten Sohn. Einige Zeit danach, bricht der 1. Weltkrieg aus und seine 2 älteren Söhne werden eingezogen. Durch das Ersparte der Mutter kann ein Sohn desertieren. Der Ältere wird Soldat. Die Tochter Mirjam vergnügt sich zum Leidwesen ihrer Eltern mit den Kosaken. Dies nehmen die Eltern zum Anlass, dem Angebot des inzwischen in N.Y. lebenden, erfolgreichen Sohnes – Sam -  zu folgen und wandern in die USA aus. Ihren behinderten Sohn Menuchim lassen sie schweren Herzens bei Nachbarn zurück.

Sam hat geheiratet und einen kleinen Sohn, er sorgt sehr gut für alle Familienangehörigen. Der Weltkrieg breitet sich aus, erfasst Amerika und er meldet sich freiwillig, fällt aber wenig später. Als seine Mutter, Deborah die Todesnachricht erfährt, stirbt sie. Die Tochter Mirjam wird durch den Schock geisteskrank.

Mendel ist einsam und ohne Familie, wendet sich von Gott vollkommen ab und lebt bei seinen Nachbarn. Als er psychisch und physisch am Ende seiner Kräfte angekommen ist, erscheint ein Besucher, ein gefeierter Komponist und Dirigent. Er berichtet ihm aus der alten Heimat, seinem Soldaten Sohn, vom Heimathaus und den Nachbarn. Zuerst erzählt er nichts von Menuchim – aber dann, folgt die große Überraschung….

Meinung:

Dem Autor ist es gelungen, eine spannende Geschichte wirkungsvoll und in kräftigen Bildern zu schreiben. Die Aspekte der Beziehung des Menschen zu seinem Gott, zwischen Gottergebenheit und Auflehnung, zwischen Versäumnis und Schuld, Leben und Tod, Leid und Wunder, Trauer und Freude, Böse und Gut, Heimat und Heimatlosigkeit, ziehen sich durch das ganze Werk hindurch.  Roth gelingt es durch den ausdrucksstarken, malerischen Schreibstil den Leser von Anfang, bis zum Schluss mehr und mehr gefangen zu nehmen.

Zitat:

“…, an Musikalität der Sprache kaum zu übertreffen” Stefan Zweig

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1 Kommentar “Hiob von Joseph Roth >> Unser Lesetipp aus dem Amadehotel”

  1. [...] Unsere Literaturrunde war sich einig: Powers Werk ist interessant und packend, aber auch sprachlich brilliant. Ein gekonnter Mix aus Krimi und Psychogram. Also kurz gesagt: Sehr empfehlenswert! [...]

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