Das ist das neueste Werk des schweizer Schriftstellers Martin Suter. Es ist kein Kriminalroman und doch spannend, teils temporeich und sehr unterhaltend. Der Roman handelt von einem Thema, das uns alle betrifft: die Zeit. Diese wird in diesem Buch, wenigstens für einen Tag, abgeschafft. Aber kann etwas, was nicht existiert überhaupt negiert werden?
Der Inhalt
Die Geschichte erzählt von Peter Taler, dessen Frau erschossen wurde. An einem ganz normalen Abend, er kocht als seine Frau an der Türe klingelt. Sie hatte den Haustürschlüssel vergessen und er lässt sie vor der Türe stehen, weil sie sich am Morgen gestritten hatten. Da trifft sie ein Schuss. Ein Unbekannter erschießt sie aus dem Hinterhalt. Seitdem durchlebt Peter, von Beruf Buchhalter jeden Abend den gleichen Abend nach einem genauen Ritual. Obwohl es schon über ein Jahr her ist, steckt er noch tief in seiner Trauer. Die Polizei hat den Fall bereits zu den Akten gelegt, aber er will nicht aufgeben, er will den Mörder seiner Laura stellen. Zu verlieren hat er nichts mehr, denkt er.
Seinem Nachbarn, einem über 80-jährigen pensionierten Lehrer, im kleinen Haus gegenüber ergeht es nicht anders. Er hat schon vor vielen Jahren seine Frau bei einem Kenia-Aufenthalt verloren und fühlt sich am Tod seiner Gattin schuldig. Er will die Zeit austricksen und lehnt die Zeit als Ordnungsprinzip überhaupt ab. Für ihn existiert die Zeit gar nicht. Was wir als Zeit verstehen ist eigentlich nur Veränderung, proklamiert er ständig. Er versucht, einen konkreten Abend im Jahr 1991 so exakt wie möglich zu rekonstruieren. Dadurch soll sich ein Fenster in die Vergangenheit öffnen und ihm die Gelegenheit heben, den Lauf der Geschichte zu verändern.
Ob das gelingt? Auch ich habe mir das, jedenfalls mindestens einmal, zutiefst gewünscht!
Das Buch liegt für unsere Gäste im Amadeohotel in der Bibliothek - wir können es nur wärmstens weiterempfehlen!
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