Aufgrund der Anfragen zum gestrigen Vortrag des ‚Neuen Klubs in Salzburg‘ des freiheitlichen Akademikerverbandes in Salzburg möchten wir Stellung nehmen:
Als Tagungshotel mit vielen Seminarmöglichkeiten sind wir gewohnt oftmals mehrere Veranstaltungen gleichzeitig unterzubringen. Es versteht sich von selbst, dass wir von den zahlreichen Events die behandelten Themen, welche im Raum bearbeitet oder vermittelt werden, nicht wissen.
Für den Inhalt ist alleinig der Veranstalter zuständig. Deshalb möchten wir auf diesem Wege festhalten, dass wir keinesfalls für Ausführungen von Vortragenden, sowie auch Wortmeldungen innerhalb einer Veranstaltung zuständig sind und lehnen diesbezüglich auch jegliche Verantwortung kategorisch ab. Im Rahmen unserer Leistungen stellen wir lediglich Raum und Bewirtung zur Verfügung.
Nichts desto trotz haben wir die Raummiete des gestrigen Abends an die israelitische Kultusgemeinde heute zur Überweisung gebracht.
Wir hoffen, dass es uns gelungen ist, unseren Standpunkt klar herauszuarbeiten und zählen auf dessen Wahrnehmung.
O. & U. Schaffenrath
Geschäftsführung
Update am 11. März 2010
Wie Ihnen liegt uns die Wertschätzung anderen Menschen gegenüber sehr am Herzen. Damit es zu keinen weiteren Missverständnissen kommt, grenzen wir uns nochmals ganz klar von jeglicher Form des politischen Extremismus ab. Wir informieren Sie hiermit, dass wir die unliebsamen Gegebenheiten vergangener Tage bereinigt und zu einem positiven Ergebnis gebracht haben: Es werden zukünftig keine Räumlichkeiten für Veranstaltungen dieser Art vermietet.



Es freut mich, dass Sie sich in Zukunft Veranstaltungen, in denen rechtsextremes Gedankengut verbreitet wird, keinen Raum mehr bieten!
Mit freundlichen Grüßen,
Desirée Summerer
[...] es bewegt sich doch. Auf der Homepage des Hotels Schaffenrath wurde angekündigt die Raummiete des Vortrags an die israelische Kultusgemeinde zu überweisen. Jedoch war in diesem [...]
Danke für Ihre Rückmeldungen.
Leider dauert die Klärung der Angelegenheit aus organisatorischen Gründen länger als von uns gewünscht.
Sollten Sie in der Zwischenzeit Fragen haben, beantworten wir diese gerne persönlich:
0043 662 63 9000.
Vielen Dank für diese Reaktion! Zwar bin ich immer noch verwundert, dass Sie, obwohl die Medien schon vor Tagen berichtet haben, was da vertreten werden wird, die Veranstaltung nicht abgesagt haben. Aber die Überweisung der Raummiete deutet an, dass Sie hier einsichtig sind.
Wie werden Sie mit weiteren geplanten Veranstaltungen umgehen? Der Redner der nächsten Veranstaltung, die bei Ihnen geplant ist, publiziert u.A. in der Zeitschrift “Neue Ordnung”, die vom Ares Verlag (einer Tochter des Stocker Verlags) herausgegeben wird. Wie es um diesen Verlag bestellt ist, kann man dem aktuellen “profil” entnehmen (S. 21).
Mit freundlichen Grüßen,
Laura Gruber
Es ist mir rätselhaft nachdem derstandard als auch orf berichtet hatten, dass die Gesinnung ihrer Gäste Ihnen unklar gewesen sein kann. Ganz unabhängig davon: Es liegt in Ihrem eigenen Interesse, sich bei (vor bei politischen) Veranstaltungen darüber zu informieren, wen Sie verpflegen, nicht?
So sehen Sie sich jetzt vor der beschämenden Tatsache, einer rechtsextremen Veranstaltung Raum gegeben zu haben und im Gegensatz zu Ihnen, scheint der skandalöse Charakter dieser Aktion sehr vielen sehr wohl bekannt zu sein.
Es wird vermutlich eine etwas ausführlichere Stellungnahme nötig sein, um sich aus dieser Misere herauszureden.
mG,
Desirée Summerer
Schönen Tag,
Es freut mich sehr zu hören dass sie sich von rechtsextremen Gedankengut distanzieren. Sehr positiv finde ich die Überweisung an die israelische Kultusgemeinde.
Jedoch finde ich ihr Abstreiten jeglicher Verantwortung an dem Vortrag problematisch. Der Inhalt des Vortrages war ja schon länger bekannt.
Wie werden sie bei weiteren Anfragen des freiheitlichen Akademikerverbands umgehen? Im April wollen diese ja eine weitere Veranstaltung bei ihnen halten…